Die Erweiterung des geplanten Wasserstofftestzentrums durch das Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven (ttz) wird nicht weiter verfolgt. Das hat die Senatorin für Wirtschaft und Häfen auf Empfehlung des ttz mitgeteilt, das als Betreiber fungieren sollte.
Für Emanuel Herold, Fraktionsvorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der grünen Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft, zeigt sich damit, wie die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft insgesamt gefährdet: „Schwarz-rot hat die Förderungen für Wasserstoff massiv gekürzt und damit erhebliche Verunsicherungen erzeugt. Wasserstoff wird künftig aber in großen Mengen benötigt, um nicht nur die Industrie, sondern auch die Schifffahrt, Luft- sowie Schwerlastverkehr von Öl und Gas unabhängiger zu machen. Für mobile Wasserstoffanwendungen wird Bremerhaven mit dem sogenannten Seegangssimulator einen Beitrag leisten können. Aber die Zurückstellung des Schulungszentrums für Fachkräfte und der erweiterten Testanlagen ist ein herber Rückschlag für dringend benötigte grüne Innovationen.“
Schwarz-rot packt wirtschaftliche Potentiale einfach in die Schublade
Noch unter der Ampel-Regierung von SPD, Grünen und FDP wurde die Errichtung eines 3D-Teststands (vereinfacht: „Seegangssimulator“) mit mehr als 8 Millionen Euro gefördert. Während diese erste Stufe des Testzentrums verwirklicht werden kann, verschwindet der Rest nun in der Schublade. Die laufenden Planungen für die zusätzlichen Baustufen werden fertiggestellt, aber aufgrund mangelnder Nachfrage nicht realisiert: „Es ist nachvollziehbar, dass das ttz angesichts des schwierigen Umfelds keine Erweiterung empfehlen kann, zumal neben den hohen Investitionskosten auch die erwarteten Betriebskosten gegenüber früheren Annahmen nochmal gestiegen sind“, erklärt Herold. „Mangelnde Nachfrage ist aber kein Naturereignis - sondern Folge der verfehlten Energie- und Wirtschaftspolitik, die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche für CDU und SPD betreibt. Ein Markthochlauf verlangt auch für die Wasserstoffwirtschaft Verlässlichkeit. Politische Kehrtwenden sind dagegen Gift. Deutschland wird bei grünen Technologien immer weiter zurückfallen und das Land Bremen wird an der Umsetzung seiner Wasserstoffstrategie gehindert. Damit gehen große wirtschaftliche Potenziale einfachverloren.“
Fraktionsvorsitzender,
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